Lichtkunst als Kunst gegen Sucht

Als „Dirty Noise Absorber“ bezeichnet der Künstler Georg Weishaupt seine Lichtinstallationen – ein Projekt, das er aktuell dem Verein „Kunst gegen Sucht e.V.“ gewidmet hat. Schauplatz ist das Glashaus am Düsseldorfer Worringer Platz, der in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs liegt. Eine soziale Problemzone und beliebter Treffpunkt vieler Süchtiger und Obdachloser. Geprägt wird die Szenerie durch  eine Mischung aus Spielsalons, Döner-Buden, leer stehenden Ladenlokalen, einfachen Kneipen und Hotels. Die Atmosphäre ist bunt, laut und schrill.

 In diesem Umfeld will Georg Weishaupt ein Zeichen setzen. Der Künstler versteht seine Lichtinstallationen  „Dirty Noise Absorber“ als Transformationsmedium, um den aggressiven Lärm des Platzes aufzunehmen und in angenehme, große Lichtflächen umzuwandeln. Aus negativen, belastenden Klangwellen werden positive, beruhigende Lichtwellen. Es entsteht eine Lichtinsel, ein Ruhepol inmitten des spannungsreichen und lärmenden Umfeldes.

 Georg Weishaupt: „Mein Anliegen ist es, auf den enormen Geräuschpegel und die problematische Situation am Worringer Platz aufmerksam zu machen. Schließlich sind es nicht nur die Anwohner, sondern auch tausende von Passanten, die diesen schwierigen Platz  täglich zu Fuß, per Fahrrad, per Straßenbahn, Bus oder Auto überqueren und umfahren. Vor allem geht es mir darum, den alltäglichen  Lärm sichtbar zu machen und ihn in eine andere, möglichst positive Form der Wahrnehmung zu überführen.  Der „Dirty Noise Absorber“ soll dem Platz das geben, was ihm am meisten fehlt: Wärme, Ruhe, Harmonie.“

 Mehr über das Projekt unter www.dirty-noise-absorber.de